Germany – Works of art – Nicht-offener Planungswettbewerb für Architektur/Landschaftsarchitektur und Kunst für die Errichtung eines Ehrenmals der Luftwaffe in der Otto-Lilienthal-Kaserne Roth
🇩🇪Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr·Germany
Full Description
Das Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin und die drei Ehrenmale der Teilstreitkräfte in Fürstenfeldbruck, Koblenz und Laboe stehen als Orte des öffentlichen und individuellen Gedenkens für die Ehrung und Wertschätzung der Toten. Sie erinnern an die in der Ausübung ihres Dienstes ums Leben gekommenen Angehörigen der Bundeswehr und sind Orte für zentrale Gedenkfeierlichkeiten, insbesondere am Volkstrauertag. Am Luftwaffenehrenmal am Standort Fürstenfeldbruck wurde ab 1966 zunächst den Opfern beider Weltkriege, sowie den Opfern der Luftfahrt gedacht und später um das Gedenken an die toten Kameradinnen und Kameraden der Luftstreitkräfte, die für die Erhaltung des Friedens ihr Leben in der Bundeswehr gelassen haben, erweitert. Mit der Stationierungsentscheidung der Bundeswehr im Oktober 2011 wurde auch die Verlegung der Offizierschule der Luftwaffe (OSLw) vom Fliegerhorst Fürstenfeldbruck in die Otto-Lilienthal-Kaserne bei Roth festgelegt. In diesem Zusammenhang wurde entschieden, am neuen Standort auch ein neues Ehrenmal der Luftwaffe zu errichten, dessen Gestaltung Gegenstand des Wettbewerbs ist. Mit der Errichtung des Ehrenmals der Luftwaffe am Standort Roth wird der bestehenden Tradition Rechnung getragen und auch künftig konsequent fortgeführt. Die inhaltlichen Bezüge zur Offizierschule und die unmittelbare Vermittlung der Traditionspflege und Erinnerungskultur in der Luftwaffe an den Offiziernachwuchs waren Gründe für die Entscheidung. Durch die Integration des Ehrenmals in den Campus der Offizierschule wird allen Lehrgangsteilnehmenden, aber auch den Besuchenden das Selbstverständnis im Umgang mit der Tradition und der eigenen Geschichte ständig in Erinnerung gerufen. Das Gedenken an die Gefallenen und Verstorbenen der Luftwaffe muss im Zuge der Traditionspflege der Luftwaffe nicht nur mahnendes, sondern in Zukunft mehr ehrendes Gedenken sein. Hierzu ist ein ehrendes Gedenken an die Angehörigen der Luftwaffe zu ermöglichen, die in Ausübung ihres Dienstes für die freiheitlich demokratischen Werte und das Recht des deutschen Volkes im Einsatz oder in Ausübung ihres täglichen Dienstes ihr Leben ließen. Als mahnendes Gedenken wird auch weiterhin der Opfer der Weltkriege und der Luftfahrt gedacht. Durch sein Narrativ und die künstlerische Gestalt soll sich das zukünftige Ehrenmal mit diesen Perspektiven und dem konkreten Standort auseinandersetzen, einen bedeutsamen Akzent im Alltag des Standorts setzen und einen würdigen Ort für Veranstaltungen und individuelles Erinnern schaffen. Das Bauvorhaben soll schnellstmöglich fertiggestellt werden. Für die Realisierung des Ehrenmals inklusive ggf. erforderlicher Gutachten wird ein Budget in Höhe von bis zu 4,0 Mio. Euro (brutto) für KG 200 bis 600 (DIN 276) bereitgestellt. In diesem Budget enthalten sind im Regelfall alle Honorarkosten für immaterielle, künstlerische Leistungen zur vollständigen Realisierung des Ehrenmals gemäß der im Wettbewerb einzureichenden Kostenangabe, sowie für Herstellung künstlerischer Objekte/künstlerisch hergestellter Bauteile, d.h. Material-, je nach baulicher Typologie Bau- bzw. Herstellungs- und Transportkosten, ggf. erforderliche Planungs- und Bauleistungen Dritter, ggf. Kosten für bautechnische Nachweise, für die fachliche und künstlerische Oberleitung.